Karneval weist eine lange Tradition auf, markiert er doch den Beginn der Fastenzeit, in der die Christen kein Fleisch essen sollten und auf von anderen Auswüchsen Abstand halten sollten, so wie der Name es besagt: Carne levare (Lateinisch) = das Fleisch verlassen.
Zudem war es früheren Zeiten eine Möglichkeit, der Obrigkeit eine Kritik vorzutragen. Unter der Maske war jeder ein Scharlatan, dem dieses nicht verübelt wurde.
Gewöhnlich werden in den drei Tollen Tagen Tanzveranstaltungen und Feste abgehalten, die im Verlaufe der Zeit sich den Gegebenheiten angepaßt haben
Während der Regierungszeit des Generals Francisco Franco waren in Spanien die Feste verboten, da eine Befürchtung vorlag, daß sic hunter den Masken subversive Kräfte verbergen könnten. Aber das Volk benannte einfach den Karneval in Winterfest um und feierte fröhlich weiter, ohne Masken, das wohl.
Heute hat sich der Karneval in ein Fest der Massen entwickelt mit Großveranstaltungen, wie die Wahl der Karnevalskönigin.
Schöne, junge Damen in glanzvollen Kostümen mit enormen Ausmaßen, erschweren es den Preisrichtern zu einer Entscheidung zu gelangen.
Die Murgas (Gesangsgruppen) haben die Aufgabe der Narren übernommen und tragen zeitkritische Themen vor mit politischem Inhalt, aber auch Tagesporbleme aufwerfend.
Die meiste Stimmung verursachen sicherlich die Comparsas (Tanzgruppen) mit ihrem Rhytmus und Harmanie. Angetan mit offenherzigen Kostümen tanzen sie zu súdichen RhYtmen wie Samba, Merengue oder Salsacon su ritmo y harmonía, Tag und Nacht
Keine Angst, die Zukunft ist gesichert.
Die Nächten scheinen kein Ende zu nehmen. Gemäß dem Guiness Buch der Rekorde wurden 260.000 Menschen auf der Tanzfläche in Santa Cruz de Tenerife gezählt.
Schade: Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Die Verbrennung der Sadine, Symbol des Karnevals bestimmt das Ende der Festlichkeiten und die Witwen geben schreiend von ihrem Leid kund.
Aber keine Sorge, der nächste Karneval kündigt sich bereits an. Auf ein neues…